Freitag, 6. März 2015

HIP HOP

Puhhh…


Es gibt keine andere Musikrichtung, die mir wie diese das Gefühl gibt Zuhause zu sein. Keine andere, die mich wie diese immer wieder aufs Neue begeistert. Ich verliebe mich jedesmal, immer und immer wieder. Wenn jemand sagt, mein Herz schlägt für Hip Hop, so kann ich das, so abgedroschen, dieser Satz auch klingen mag, absolut nachfühlen. Ich wäre nicht ich, wenn Hip Hop nicht wäre. Druckbuchstaben tagge ich, das geht mir so aus der Hand. Meine besten Headlines stammen aus Raptexten, die habe ich so im Kopf. Ich kann nicht stillbleiben, wenn ich Rap höre. Ich muss mich einfach bewegen. Nüchtern, betrunken- scheissegal. Ich kann nicht anders. Ich freue mich einfach des Todes. Dieses Gefühl ist wirklich schwer in Worte zu fassen, gerade jetzt in diesem Moment fühle ich mich benommen und ich bin nicht high. Diese Zeiten sind vorbei. Ich brauch das nicht mehr. Aber ich will nicht mehr ohne Hip Hop. Ich habe viele Homeboys. Aber Hip Hop ist einfach der Beste. Der Coolste, der Ehrlichste, der Facettenreichste, der Abgefuckteste, der Dreckigste, der Versauteste, der Interessanteste, der, der weiss, wie es ganz unten aussieht. Der, der weiss, weiss, wie scheisse, hart und unfair, die Welt da draussen sein kann, der, der sich nicht unterkriegen lässt, der, der die Dinge beim Namen nennt. Der, der sich selbst feiern kann. Der, der mich versteht. Der Poet, der Lyriker des Zwanzigsten und Einundzwanzigsten Jahrtausends. Meine Familie. Mein Freund und Liebhaber. Meine Brüder und Schwestern. Meine Erinnerungen. #1993 

Mittwoch, 18. Februar 2015

Momente vollkommenden Glückes

Früher habe ich mir gewünscht dumm zu sein. Ich habe mir gedacht, wenn ich dumm sei, wäre ich glücklicher. Ich dachte, wenn ich nicht wüsste, was das Leben mir zu bieten hätte, wäre ich mit dem was ich habe vollkommen zufrieden. Ich beneidete die Menschen, die meines Erachtens ein einfältiges Leben führen, und trotzdem glücklich zu sein schienen. Hartz 4, nicht Arbeiten, ein Leben vor dem Fernseher, auf der Couch, Mittag essen, Joggingpeitsche, Bier. That`s it. Vollkommende Zufriedenheit. Dauerschleife. PUNKT. Bis ans Lebensende. PUNKT.

Mittlerweile glaube ich natürlich nicht mehr daran, dass ich das so verallgemeinern sollte und darf. Auch sollte ich Abstand davon nehmen, Hartz 4 Bezieher als dumm zu bezeichnen. Ich sollte komplett davon Abstand nehmen, irgendwelche Menschen als dumm zu bezeichnen, nur weil mir deren Ideologien nicht passen oder ich sie nicht nachvollziehen kann. Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene Meinung. Schwierig wird es erst, sobald andere Menschen sich davon beängstigt fühlen, aber das ist wieder ein anderes Thema, auf das ich vielleicht eines Tages zu sprechen kommen werde.

Heute möchte ich auf den Moment vollkommenden Glückes zu sprechen kommen, den ich heute mit meiner Tochter erlebt habe.

Wir saßen vor meinem alten Röhrenfernseher, der keine fünf Euro mehr wert ist, aßen vegetarische Spaghetti Bolognese, sahen Tom und Jerry und lachten.

Das wars. Das war mein Moment vollkommenden Glückes. Das Merkwürdige daran war, dass mir dieser Moment als solcher in dieser Szenerie bewusst wurde und ich mich gefragt habe, was ich all die Jahre daran so schrecklich gefunden habe und begann darüber nachzudenken, was Glück ausmacht. Wer kann Glück für sich definieren außer man selbst? Wie anmaßend war ich, das Leben anderer zu verteufeln, nur weil es nicht meiner Vorstellung von Glück entsprach. Wie unglücklich habe ich mich selbst gemacht, weil ich eine Vorstellung von Glück hatte, die nicht meiner Realität entsprach. Wie dumm ich war.

Glück liegt in jedem Moment und hat den Ursprung in uns selbst. Es ist ein Gefühl von Dankbarkeit. Dankbarkeit für das Leben, das wir führen dürfen. Mit den Menschen, die wir lieben, die wir uns um uns herum aussuchen dürfen.

Glück bedeutet für mich ein Leben der Ehrlichkeit mir selbst gegenüber.

Amen.



Samstag, 12. Oktober 2013

Ein Wortspiel von mir.

Leiden-schafft- Liebe- schafft- Leiden -schafft -Hass

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(http://de.wikipedia.org/wiki/Leidenschaft)